80 % aller Frauen haben Erfahrungen mit Belästigung in der Öffentlichkeit gemacht.
Belästigung in der Öffentlichkeit ist eine Erfahrung, die Frauen und Männern aller sexuellen Orientierungen, Kulturen und Glaubensrichtungen abwertet und sie dazu veranlasst, ihre eigenen Erfahrungen anzuzweifeln.
Wenn wir Zeugen einer Belästigung werden, ohne einzugreifen, verschlimmert dies das Trauma für die belästigte Person und signalisiert dem Täter, dass seine Handlung in Ordnung ist. Wir wollen diese Dynamik Schritt, für Schritt verändern.
Verbreitungsraten der verschiedenen Arten von Belästigung in der Öffentlichkeit
- Unangemessene und unerwünschte sexuelle Blicke, Gesten, Anstarren oder Lüsternheit, die mir Unbehagen bereiten51%
- Sexuell anzügliche oder aufdringliche Kommentare oder Witze über mein Aussehen, meine Kleidung, meine Anatomie oder mein Erscheinungsbild, die mir ein ungutes Gefühl geben42%
- Jemand pfeift mir wiederholt nach, ruft mir zu, macht Kussgeräusche, brüllt oder schmatzt auf sexuelle Weise mit den Lippen46%
- Jemand ist aufdringlich und besteht darauf, meinen Namen, meine Telefonnummer oder andere persönliche Informationen zu erfahren, oder drängt auf eine Verabredung29%
- Jemand bezeichnet mich unangemessen und wiederholt als Mädchen, Puppe, Babe oder Tussi, jemand beleidigt mich32%
- Aufdringliche und wiederholte Fragen zu meinem Privat- oder Sexualleben, die mir Unbehagen bereiten29%
- Unerwünschte Berührungen, Umarmungen oder Küsse41%
- Jemand hängt in meiner Nähe herum oder folgt mir mit sexuellen Absichten26%
- Jemand entblößt sich vor mir auf sexuelle Weise, zeigt sich mir nackt oder masturbiert vor mir23%
- Jemand zeigt mir sexuell eindeutige Bilder, bei denen ich mich unwohl fühle25%
- Unerwünschter und wiederholter Druck für sexuelle Gefälligkeiten, jemand, der darauf besteht, dass ich Teile meines Körpers zeige, die ich nicht zeigen möchte17%
Durchschnittlicher Prozentsatz der Frauen, die diese Art von Belästigung in 20 Ländern persönlich erlebt haben, laut Umfrage von L'Oréal Paris mit IPSOS "International Survey on Sexual Harassment in Public Spaces" aus dem Jahr 2023.
Belästigung in der Öffentlichkeit ist nicht immer klar erkennbar. Sie ist oftmals sehr unauffällig und heimtückisch. Aber immer dann, wenn es sich um unerwünschtes verbales, nonverbales, körperliches Verhalten sexueller Natur handelt, ist es Belästigung.
Andere Arten von Belästigung in der Öffentlichkeit sind: „Versehentliches“ Berühren, Aufforderungen zum Lächeln, zweifelhafte Komplimente, Betatschen, zu große Nähe, Pressen oder Reiben gegen den Körper einer anderen Person, überraschende sexuelle Berührungen (z. B. Begrapschen von Brust oder Gesäß, wenn das Opfer nicht hinschaut), sexistische Witze, sexuelle Anspielungen sowie sexistische und beleidigende Graffiti.
76 % der Menschen haben schon einmal sexuelle Belästigung im öffentlichen Raum erlebt.
Weshalb greifen wir häufig nicht ein?



Greife ein, wenn du Zeuge wirst.
Überwinde deine Ängste und Hemmungen als Beobachter, indem du zuerst lernst, Belästigung in der Öffentlichkeit zu identifizieren, und dann mithilfe der 5Ds einzugreifen – eine Toolbox voller Methoden, die Belästigungssituationen erwiesenermaßen beenden können.
Wehre dich, wenn es dir passiert.
Denke nie, es sei deine Schuld oder du seist allein, wenn du belästigt wirst. Vertraue deinem Instinkt, sichere dir deinen persönlichen Raum und denke daran, dass du es wert bist. Diese Erkenntnisse und erprobten Handlungsweisen werden dir helfen.
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Wir werden Zeuge und schauen weg.
Wir verspüren den Drang unsere Stimme zu erheben und dennoch schweigen wir.
Belästigung in der Öffentlichkeit endet hier und jetzt.
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